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Vom Praktikum zur Ausbildung

Egal ob Hauptabschluss, Realabschluss oder Abitur: Eine Malerlehre steht dir fast immer offen.

Am besten, du machst in einem ersten Schritt ein Praktikum bei einem Malerbetrieb. So kannst du den Beruf am besten kennenlernen.

Außerdem lernst du den Betrieb kennen und der Betrieb natürlich auch dich.

Hier findest du viele Betriebe, die ein Praktikum und auch später eine Ausbildung anbieten.

Wenn du einen Betrieb gefunden hast, vereinbarst du am besten vorher ein Praktikum für eine oder zwei Wochen. In dieser Zeit kannst du schauen, ob dir diese Arbeit Spaß macht, du mit den Arbeitszeiten und mit den Leuten im Betrieb zurechtkommst.

Nach dem Praktikum kannst du, wenn ihr beide einverstanden seid, eine Ausbildung vereinbaren. Diese dauert 2,5 bis 3 Jahre – je nachdem, mit welchen Voraussetzungen (Alter, Schulabschluss etc.) du die Lehre beginnst.

Hier findest du Ausbildungsbetriebe.

Es gibt große und kleinere Malerbetriebe. Manche haben sich spezialisiert, z. B. auf Privatkunden und Renovierungsarbeiten, oder Fassadendämmung, Restaurierungen denkmalgeschützter Gebäude oder Trockenbau – hier werden Räume mit eingezogenen Wänden neu aufgeteilt.

Im Malerhandwerk gibt es verschiedene Fachrichtungen, in denen du deine Ausbildung machen kannst. Diese findest du auch auf dieser Seite. Wenn dich eine Fachrichtung besonders interessiert, frage die Betriebe, bei denen du dich bewerben willst, ob sie diese Ausbildung anbieten.

Eine Ausbildung – viele Berufe

Das ist der absolute „Klassiker“ und die am häufigsten gewählte Fachrichtung. Hier dreht sich alles um das optische Verschönern und den Schutz von Gebäuden.

  • Hauptaufgaben: Streichen von Innenwänden und Fassaden, Tapezieren, Verlegen von Bodenbelägen und das Verputzen von Wänden.

  • Fokus: Du berätst Kunden bei der Farbwahl und setzt gestalterische Konzepte im privaten und gewerblichen Bereich um.

Diese Fachrichtung wird im Zuge des Klimaschutzes immer wichtiger. Hier bist du der Experte dafür, dass Gebäude weniger Energie verbrauchen und extremen Witterungen standhalten.

  • Hauptaufgaben: Anbringen von Wärmedämmverbundsystemen (WDVS) an Fassaden, Dämmen von Kellerdecken und Dachböden sowie Brandschutzbeschichtungen.

  • Fokus: Nachhaltigkeit, Energieeinsparung und der Schutz von Beton- oder Stahlkonstruktionen vor Umweltschäden.

Wenn du ein Händchen fürs Detail, historische Gebäude und traditionelle Handwerkstechniken hast, ist das deine Fachrichtung. Du arbeitest oft in Kirchen, Schlössern oder denkmalgeschützten Altbauten.

  • Hauptaufgaben: Restaurieren von alten Wandgemälden, Rekonstruieren von historischen Stuckelementen und das Auftragen von Blattgold (Vergolden).

  • Fokus: Erhalt von Kulturgütern mit alten, authentischen Materialien (wie Kalk- oder Silikatfarben) und Techniken.

Hier geht es weniger um die Optik, sondern um den knallharten Schutz von schweren Bauwerken und Infrastruktur. Du sorgst dafür, dass Stahl und Beton nicht wegrosten oder zerbröseln.

  • Hauptaufgaben: Beschichten von Brücken, Schiffen, Industrieanlagen oder Windkrafträdern. Dazu gehört auch das Sandstrahlen zur Oberflächenvorbereitung.

  • Fokus: Schutz vor chemischen, mechanischen und witterungsbedingten Einflüssen – oft mit hochspezialisierten Schutzlacken.

Diese Fachrichtung geht stark in den Bereich des Trockenbaus und der Raumgestaltung über. Du veränderst die eigentliche Struktur von Innenräumen.

  • Hauptaufgaben: Aufstellen von Leichtbauwänden (Gipskarton), Einziehen von abgehängten Decken, Einbau von Fenstern, Türen und Systemböden.

  • Fokus: Moderner Innenausbau, Schallschutz und Raumakustik sowie die Montage von vorgefertigten Bauteilen.

Die Ausbildung dauert in der Regel 3 Jahre. In den ersten beiden Jahren lernen alle Azubis die gleichen Grundlagen, bevor im dritten Ausbildungsjahr die gezielte Vertiefung in einer dieser fünf Fachrichtungen stattfindet.

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Ein Praktikum ist der ideale Einstieg für beide Seiten. Hier können Sie sehen, ob der Bewerber oder geeignet ist und umgekehrt.

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